Dieser Artikel entstand nicht, weil wir uns irgendwann theoretisch gefragt haben, ob ein Kind eine Mutter braucht.
Auslöser war eine Hasswelle auf Social Media. Unter unseren Videos und Beiträgen tauchte immer wieder dieselbe Behauptung auf: Ein Kind brauche eine Mutter. Zwei Väter könnten ihm etwas Entscheidendes nicht geben.
Robert hat damals in einem YouTube-Video auf diese Kommentare reagiert. Dieser Blogbeitrag sollte von Anfang an einen Schritt weitergehen. Nicht jeder Kommentar lässt sich in einem Video ausführlich beantworten, und bei einer Frage über die Entwicklung von Kindern wollten wir uns nicht auf unser eigenes Gefühl verlassen. Also haben wir uns angesehen, was die Forschung tatsächlich dazu sagt.
Als diese Kommentare aufkamen, waren wir noch auf dem Weg zur Elternschaft. Heute beantworten wir dieselbe Frage auch aus unserem tatsächlichen Familienalltag heraus.
Die kurze Antwort auf die Frage ist heute für uns:
Die Forschung liefert keine belastbare Grundlage für die Annahme, dass ein Kind für eine sichere Bindung oder eine gesunde psychologische Entwicklung zwingend einen weiblichen Elternteil braucht.
Das bedeutet nicht, dass Mütter unwichtig sind. Es bedeutet auch nicht, dass Männer und Frauen in jeder Familie identisch erziehen oder Geschlecht überhaupt keine Rolle spielen kann. Es bedeutet etwas wesentlich Konkreteres: Die wissenschaftlichen Daten stützen die Behauptung nicht, dass die Elternkonstellation Mutter und Vater eine notwendige Voraussetzung dafür ist, dass sich ein Kind gut entwickelt.
Was meinen wir überhaupt mit „Ein Kind braucht eine Mutter“?
Schon die Frage vermischt häufig verschiedene Dinge.
Jeder Mensch hat eine genetische Herkunft. Bei uns ist das sehr konkret: Unser Sohn hat eine genetische Mutter. Außerdem wurde er von einer Tragemutter ausgetragen. Das sind zwei unterschiedliche Frauen mit unterschiedlichen Rollen in seiner Entstehungsgeschichte.
Wenn Menschen aber sagen, ein Kind „brauche eine Mutter“, meinen sie meistens etwas anderes. Gemeint ist eine Frau, die dauerhaft die soziale Elternrolle einer Mutter übernimmt. Dahinter steckt die Annahme, ein Kind benötige für bestimmte emotionale oder entwicklungspsychologische Bedürfnisse zwingend einen weiblichen Elternteil.
Genau diese Annahme lässt sich wissenschaftlich untersuchen.
Und dabei interessiert uns besonders die Forschung über Familien wie unsere. Nicht nur Untersuchungen über gleichgeschlechtliche Eltern allgemein, sondern Studien über Kinder, die von Anfang an mit zwei Vätern aufwachsen.
Was wissen wir über Kinder, die mit zwei Vätern aufwachsen?
Eine aktuelle Meta-Analyse zu geplanten schwulen Vaterfamilien wertete 17 Arbeiten mit insgesamt 1.509 Teilnehmenden aus. Darunter waren 628 Kinder schwuler Väter und 881 Kinder heterosexueller Eltern. Einbezogen wurden unter anderem Familien nach Adoption, Pflege, Co-Parenting und Tragemutterschaft.
Die untersuchten Kinder schwuler Väter lagen bei den standardisierten Maßen zur psychologischen Anpassung im unauffälligen Bereich. Im statistischen Vergleich schnitten sie im Durchschnitt sogar etwas besser ab als die Vergleichsgruppe mit heterosexuellen Eltern. Die Autorinnen und Autoren fanden dabei unter anderem Einflüsse des Alters der Kinder und des Bildungsniveaus der Eltern. Das ist wichtig für die Interpretation: Aus dem Ergebnis sollte man nicht machen, dass zwei Väter grundsätzlich „besser“ für Kinder seien. Die Studie liefert aber sehr wohl Evidenz gegen die Behauptung, dass Kinder allein aufgrund des Fehlens einer Mutter schlechter angepasst sein müssten.
Auch einzelne Untersuchungen speziell zu Familien schwuler Väter nach Tragemutterschaft kommen nicht zu dem Ergebnis, dass diese Familienform ein Entwicklungsrisiko darstellt. Eine europäische Studie verglich beispielsweise 67 Familien schwuler Väter nach Tragemutterschaft mit 67 Familien heterosexueller Eltern. Die Kinder der schwulen Väter zeigten in dieser Stichprobe weniger internalisierende und externalisierende Verhaltensprobleme. Gleichzeitig waren innerhalb der Zwei-Väter-Familien Anti-Gay-Mikroaggressionen mit mehr kindlichen internalisierenden Problemen und geringerer sozialer Unterstützung verbunden. Auch hier gilt: Das ist eine Beobachtungsstudie und kein Beweis dafür, dass eine Familienform die Ursache für bessere oder schlechtere Ergebnisse ist.
Eine frühere Untersuchung von Familien nach Tragemutterschaft fand ebenfalls eine insgesamt gute Anpassung der Kinder. Auffälliger als die Familienform waren Faktoren wie negative Erziehungserfahrungen und wahrgenommene Stigmatisierung.
Und was ist mit Bindung? Braucht ein Kind dafür eine Mutter?
Diese Frage finden wir besonders interessant, weil in Diskussionen über „Mutterliebe“ häufig eigentlich über Bindung gesprochen wird.
2026 erschien eine systematische Übersichtsarbeit speziell zur Bindungsforschung in Familien mit lesbischen Müttern und schwulen Vätern. Sie umfasste 15 Veröffentlichungen aus zwölf Studien zu Familien nach Samenspende, Tragemutterschaft und Adoption.
Über unterschiedliche Untersuchungsmethoden und Entwicklungsphasen hinweg fanden die Forschenden keine schlechtere Bindungssicherheit bei Kindern lesbischer oder schwuler Eltern gegenüber Vergleichsgruppen. Als relevant erwiesen sich vielmehr Faktoren wie die tatsächliche Betreuung, die Fähigkeit der Eltern, die Gedanken und Gefühle ihres Kindes wahrzunehmen und einzuordnen, sowie Belastungen durch Minority Stress.
Besonders interessant ist eine weitere Studie, die 2026 veröffentlicht wurde. Sie verglich erstmals mit der sogenannten Strange Situation Procedure, einem etablierten Verfahren der Bindungsforschung, Familien mit zwei Vätern, zwei Müttern und verschiedengeschlechtlichen Eltern, die jeweils mithilfe assistierter Reproduktion entstanden waren. Untersucht wurden 229 Eltern-Kind-Dyaden aus 115 Familien in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien. Die Familienform hing nicht mit der Bindungsklassifikation der Kinder zusammen.
Das beantwortet natürlich nicht jede denkbare Frage über Bindung. Aber gerade für die Behauptung, ein Kind könne ohne Mutter keine sichere Bindung entwickeln, ist dieser Forschungsstand unmittelbar relevant.
Was die Forschung nicht beweisen kann
Bei einem Thema, das gesellschaftlich so aufgeladen ist, finden wir diesen Teil genauso wichtig wie die Ergebnisse selbst.
Es wäre zu einfach zu schreiben: „Die Wissenschaft hat endgültig bewiesen, dass es keinerlei Unterschiede gibt.“
So funktioniert Forschung nicht.
Viele Untersuchungen zu Regenbogenfamilien sind Beobachtungsstudien. Manche arbeiten mit vergleichsweise kleinen Stichproben. Familien schwuler Väter, die ihre Kinder von Beginn an gemeinsam großziehen, werden erst seit relativ kurzer Zeit in größerem Umfang untersucht. Viele Stichproben stammen außerdem aus westlichen Ländern und enthalten überdurchschnittlich gut ausgebildete Eltern.
Die Meta-Analyse zu geplanten schwulen Vaterfamilien weist selbst auf Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen, mögliche Publikationsverzerrungen und die begrenzte Datenlage für einzelne Aspekte der kindlichen Entwicklung hin.
Eine breitere systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von 2023 wertete 34 Studien zu Familien sexueller Minderheiten aus. Die meisten untersuchten Familienergebnisse waren zwischen diesen und heterosexuellen Familien vergleichbar; in einigen Bereichen fanden sich statistische Vorteile. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden Stigmatisierung, Diskriminierung und geringe soziale Unterstützung als relevante soziale Risikofaktoren.
Deshalb würden wir heute weder behaupten, zwei Väter seien besser als Mutter und Vater, noch dass Eltern-Geschlecht in jedem denkbaren Zusammenhang vollkommen bedeutungslos sei.
Die belastbarere Schlussfolgerung lautet:
Der vorhandene Forschungsstand liefert keinen Beleg dafür, dass ein Kind für eine gesunde psychologische Entwicklung oder eine sichere Bindung zwingend eine Mutter als Elternteil braucht.
Was diese Frage für uns heute anders macht
Als wir diesen Text zum ersten Mal geschrieben haben, konnten wir darüber sprechen, welche Väter wir sein wollten. Heute erleben wir diese Frage aus unserem tatsächlichen Familienalltag heraus.
Wenn unser Sohn getröstet werden möchte, wenn nachts jemand aufsteht, wenn er Hunger hat, wenn wir versuchen herauszufinden, was er gerade braucht oder wenn eine Routine plötzlich nicht mehr funktioniert, stellt sich für uns im Alltag nicht die Frage, welcher Teil davon eigentlich „mütterlich“ ist.
Wir sind zwei unterschiedliche Väter. Wir machen nicht alles gleich und reagieren nicht in jeder Situation gleich. Aber keiner von uns übernimmt stellvertretend die Rolle einer Frau.
Für uns ist das inzwischen vielleicht die greifbarste Antwort auf einen Teil der damaligen Kommentare. Fürsorge fühlt sich von innen nicht wie eine Geschlechterrolle an. Sie besteht aus sehr vielen konkreten Dingen, die Eltern jeden Tag tun.
Das ist unsere persönliche Erfahrung. Wir würden daraus keine allgemeingültige wissenschaftliche Aussage ableiten. Aber genau deshalb ist uns die Trennung auf dieser Seite wichtig: Unsere Erfahrung kann Forschung nicht ersetzen. Forschung muss umgekehrt auch nicht beschreiben, wie sich unsere Familie von innen anfühlt.
Unser Sohn hat eine genetische Mutter und eine Tragemutter
Auch deshalb finden wir die Aussage „Euer Kind hat keine Mutter“ zu schlicht.
Unser Sohn hat selbstverständlich eine genetische Herkunft. Seine genetische Mutter ist die Frau, von der die Eizelle stammt. Eine andere Frau, unsere Tragemutter, hat ihn ausgetragen und geboren.
Beide Frauen gehören zu seiner Geschichte.
Keine von beiden übernimmt in unserem Familienalltag jedoch die Elternrolle einer Mutter. Seine Eltern sind wir beide.
Für uns besteht darin kein Widerspruch. Genetische Herkunft, Schwangerschaft und soziale Elternschaft sind unterschiedliche Dinge. Wir möchten unserem Sohn seine Entstehungsgeschichte nicht vereinfachen oder Teile davon verschwinden lassen, nur damit sie besser in ein klassisches Familienmodell passt.
Wenn er irgendwann Fragen dazu hat, soll er Antworten bekommen, die seinem Alter entsprechen und seiner tatsächlichen Geschichte gerecht werden.
Braucht er dann wenigstens weibliche Bezugspersonen?
Auch diese Frage begegnet Zwei-Väter-Familien häufig.
Wir haben lange angenommen, Kinder bräuchten bewusst weibliche Bezugspersonen als Ergänzung. Nach erneuter Beschäftigung mit der Forschung würden wir das heute nicht mehr so formulieren.
Wir finden in der aktuellen Forschung keine Grundlage für die Behauptung, ein Kind müsse für seine gesunde Entwicklung zwingend eine weibliche Bezugsperson haben, die gewissermaßen einen fehlenden Mutteranteil ausgleicht. Forschung zur Bedeutung des Geschlechts von Eltern findet zwar Unterschiede in einzelnen Erziehungspraktiken und Familienkontexten, aber keine einfache Aufteilung in notwendige männliche und weibliche Kompetenzen.
Natürlich gibt es Frauen im Leben unseres Sohnes, genauso wie Männer. Familie, Freundschaften, Betreuung, Schule und später viele andere Lebensbereiche bringen Kinder mit sehr unterschiedlichen Menschen zusammen.
Wir finden diese Vielfalt wertvoll. Aber wir betrachten die Frauen in seinem Leben nicht als Ersatzmütter, die ein Defizit ausgleichen müssen.
Die Hasskommentare waren damit nicht völlig irrelevant für die Forschung
Das klingt zunächst paradox.
Die Behauptung, zwei Väter seien selbst das Problem, wird von der Forschung nicht gestützt. Dass Familien wegen ihrer Familienform abgewertet werden, kann dagegen sehr wohl relevant sein.
Die systematische Übersichtsarbeit von 2023 identifizierte Stigmatisierung und Diskriminierung als soziale Risikofaktoren für ungünstigere Familienergebnisse. In der europäischen Studie schwuler Väter nach Tragemutterschaft waren Anti-Gay-Mikroaggressionen innerhalb dieser Stichprobe unter anderem mit mehr internalisierenden Verhaltensproblemen der Kinder und geringerer sozialer Unterstützung verbunden. Das sind Zusammenhänge und keine Beweise für eine einfache Ursache-Wirkung-Kette, aber sie zeigen, warum das soziale Umfeld in der Forschung mitgedacht werden muss.
Das hat unsere Perspektive auf die damalige Hasswelle verändert.
Wir möchten unseren Sohn nicht dadurch schützen, dass wir so tun, als würde niemand seine Familienform je kommentieren. Wir möchten vielmehr, dass er seine Familie als selbstverständlich erlebt und gleichzeitig weiß, dass abwertende Vorstellungen anderer Menschen nichts darüber aussagen, was seine Familie wert ist.
Dabei soll er allerdings nicht die Aufgabe bekommen, unsere Sichtbarkeit zu tragen oder andere Menschen von unserer Familienform zu überzeugen. Wir haben uns entschieden, öffentlich über unser Leben zu sprechen. Seine Kindheit gehört ihm.
Warum wir den Satz heute anders beantworten als 2024
Als die Kommentare damals kamen, war unser erster Impuls verständlicherweise, dagegenzuhalten.
Heute möchten wir die Frage weniger als Debatte führen.
Wenn jemand mit „Ein Kind braucht eine Mutter“ eigentlich sagen möchte, dass unsere Familie nicht existieren sollte, werden wir darüber nicht verhandeln.
Wenn jemand dagegen wirklich wissen möchte, was die Forschung über Kinder mit zwei Vätern sagt, gibt es darauf eine sachliche Antwort.
Die Daten, die wir heute haben, zeigen keine entwicklungspsychologische Notwendigkeit eines weiblichen Elternteils. Untersuchungen speziell zu geplanten schwulen Vaterfamilien finden keine schlechtere psychologische Anpassung. Die aktuelle Bindungsforschung findet keine schlechtere Bindungssicherheit. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass Qualität der Eltern-Kind-Beziehung, Erziehungsverhalten, Unterstützung und gesellschaftliche Belastungen relevante Faktoren sind.
Damit ist für uns die wissenschaftliche Frage ziemlich gut beantwortet, ohne daraus mehr zu machen, als die Studien hergeben.
Häufige Fragen
Braucht ein Kind Mutter und Vater für eine gesunde Entwicklung?
Der derzeitige Forschungsstand liefert keine belastbare Evidenz dafür, dass die Kombination aus einem männlichen und einem weiblichen Elternteil Voraussetzung für eine gesunde psychologische Entwicklung ist. Studien und Meta-Analysen zu gleichgeschlechtlichen Eltern und speziell zu geplanten schwulen Vaterfamilien finden insgesamt keine systematischen Nachteile aufgrund der Familienform.
Können zwei Väter eine sichere Bindung zu ihrem Kind aufbauen?
Ja. Eine systematische Übersichtsarbeit von 2026 fand bei Kindern lesbischer und schwuler Eltern keine schlechtere Bindungssicherheit gegenüber Vergleichsfamilien. Eine weitere aktuelle Studie mit einem standardisierten Bindungsverfahren fand ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen Familienform und Bindungsklassifikation.
Bedeutet das, dass Mütter für Kinder unwichtig sind?
Nein. Die Forschung sagt nicht, dass Mütter unwichtig sind. Sie zeigt, dass sich aus dem Geschlecht eines Elternteils keine notwendige Kompetenz ableiten lässt, die einem Kind ohne diesen Elternteil zwangsläufig fehlt. Für ein Kind mit einer Mutter kann diese Beziehung natürlich eine der wichtigsten Beziehungen seines Lebens sein.
Brauchen Kinder schwuler Väter weibliche Vorbilder?
Die Forschung belegt keine generelle entwicklungspsychologische Notwendigkeit einer weiblichen Ersatz- oder Mutterfigur. Kinder wachsen normalerweise ohnehin in sozialen Netzwerken mit Menschen unterschiedlicher Geschlechter auf. Wir persönlich empfinden diese Vielfalt als Bereicherung, aber nicht als Kompensation für eine angeblich unvollständige Familie.
Was sagt die Forschung insgesamt über Kinder in Regenbogenfamilien?
Das ist eine größere Frage als die, die wir auf dieser Seite beantworten. Deshalb haben wir dafür einen eigenen Forschungsartikel: Wie Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen: Was die Wissenschaft dazu sagt.
Unsere Antwort heute
Braucht unser Sohn eine Mutter, damit er sicher gebunden aufwachsen und sich psychisch gesund entwickeln kann?
Nach dem derzeitigen Stand der Forschung gibt es keinen Grund, das anzunehmen.
Das heißt nicht, dass wir vorhersagen können, welche Fragen er eines Tages zu seiner Familie, seiner Herkunft oder seinem Aufwachsen haben wird. Es heißt auch nicht, dass zwei Väter automatisch gute Eltern sind. Gute Elternschaft entsteht nicht dadurch, schwul, heterosexuell, männlich oder weiblich zu sein.
Wir können nur die Eltern sein, die wir sind, Verantwortung übernehmen, ihm Sicherheit geben und aufmerksam bleiben für das, was er tatsächlich braucht.
Und wenn sich die Wissenschaft weiterentwickelt, werden wir auch diesen Artikel weiterentwickeln.
Daten- und Quellenstand: 18. August 2026
Quellen
Für die wissenschaftliche Einordnung stützen wir uns insbesondere auf neuere systematische Reviews, Meta-Analysen und Studien zu schwulen Vaterfamilien, Bindung und Familienentwicklung.
- Carone et al. (2025): Child Psychological Adjustment in Planned Gay Father Families: A Meta-analysis, Sexuality Research and Social Policy, 22, 1022–1042. Meta-Analyse von 17 Arbeiten mit insgesamt 1.509 Teilnehmenden zu geplanten schwulen Vaterfamilien.
- Carone et al. (2026): Attachment in lesbian and gay parent families: a systematic review, theoretical advancements, and a 10-year research agenda, Attachment & Human Development. Systematische Übersicht über 15 Veröffentlichungen aus zwölf Studien zur Bindung in lesbischen Mutter- und schwulen Vaterfamilien.
- Van Rijn-van Gelderen et al. (2026): Attachment in families created through assisted reproductive techniques: results from the first study using the Strange Situation Procedure in same-sex and different-sex parent families, Attachment & Human Development, 28(4), 382–401. Vergleich der Bindung in Familien mit zwei Vätern, zwei Müttern und verschiedengeschlechtlichen Eltern nach assistierter Reproduktion.
- Zhang et al. (2023): Family outcome disparities between sexual minority and heterosexual families: a systematic review and meta-analysis, BMJ Global Health, 8(3), e010556. Systematischer Review von 34 Studien mit Meta-Analysen zu verschiedenen Familienoutcomes.
- D’Amore et al. (2024): European gay fathers via surrogacy: Parenting, social support, anti-gay microaggressions, and child behavior problems, Family Process, 63(2), 1001–1024. Studie mit 67 europäischen Zwei-Väter-Familien nach Tragemutterschaft und 67 heterosexuellen Vergleichsfamilien.
- Golombok et al. (2018): Parenting and the Adjustment of Children Born to Gay Fathers Through Surrogacy, Child Development, 89(4), 1223–1233. Untersuchung von 40 Familien schwuler Väter nach Tragemutterschaft und 55 lesbischen Mutterfamilien nach Samenspende.
- Biblarz & Stacey (2010): How Does the Gender of Parents Matter?, Journal of Marriage and Family, 72(1), 3–22. Forschungsübersicht zur Bedeutung des Geschlechts von Eltern für Elternschaft und Kindesentwicklung.
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