Wie entstehen bei einer Leihmutterschaft für zwei Männer eigentlich Embryonen? Was passiert zwischen Eizellspende, Samenprobe und dem Moment, in dem ein Embryo für einen späteren Transfer bereit ist?
Dieser Teil unserer Familiengründung war für uns lange vor der Schwangerschaft einer der medizinisch komplexesten Abschnitte. Unsere genetische Mutter durchlief Screening, hormonelle Stimulation und Eizellentnahme. Wir beide gaben Samenproben ab.
Im Labor wurden die Eizellen zwischen unseren Proben aufgeteilt. Bei uns wurde jeweils ein einzelnes Spermium mittels ICSI in eine Eizelle injiziert. Die entstandenen Embryonen wurden anschließend weiter kultiviert, für PGT-A untersucht und kryokonserviert.
Auf dieser Seite erklären wir nicht, wie eine IVF-Behandlung für andere Menschen ablaufen sollte. Wir dokumentieren den medizinischen Prozess, wie wir ihn im Rahmen unserer eigenen Familiengründung in Kalifornien erlebt haben, und ordnen einzelne Fachbegriffe mit aktuellen medizinischen Quellen ein.
Erstmals veröffentlicht: 5. November 2024
Medizinische Informationen anhand aktueller Fachquellen geprüft: 15. August 2026
Von: Martin & Robert · Papaarade
Wichtiger Hinweis: Wir sind keine Ärzte oder Reproduktionsmediziner. Behandlungspläne, Medikamente, Laborverfahren, genetische Untersuchungen und individuelle Risiken unterscheiden sich. Diese Seite beschreibt unsere Erfahrung und dient der Orientierung, nicht der medizinischen Beratung.
Bevor es Embryonen gab: Eizellen, Samenproben und unterschiedliche Rollen
Bei einer gestationellen Leihmutterschaft für zwei Männer braucht es für die Embryonenerstellung neben Spermien auch Eizellen.
In unserem Fall waren dabei drei unterschiedliche Rollen wichtig:
Unsere genetische Mutter stellte die Eizellen zur Verfügung.
Martin und Robert gaben jeweils eine Samenprobe ab.
Unsere Tragemutter kam erst in einem späteren Schritt hinzu. Sie trug den ausgewählten Embryo aus und war genetisch nicht mit ihm verwandt.
Wenn wir allgemein über den medizinischen Prozess sprechen, verwenden wir den Begriff Eizellspenderin. Wenn wir über die konkrete Frau in unserer eigenen Familiengeschichte sprechen, sagen wir genetische Mutter.
Unsere Auswahl und Beziehung zu ihr ist ein eigenes Thema.
Eizellspende in den USA: Auswahl, Ablauf und unsere Erfahrungen
Der medizinische Prozess unserer genetischen Mutter
Screening vor der Eizellspende
Bevor die eigentliche Stimulation beginnen konnte, durchlief unsere genetische Mutter verschiedene Untersuchungen.
Bei ihr gehörten dazu unter anderem:
- medizinische Anamnese und Untersuchungen
- Bluttests auf übertragbare Infektionen
- genetische Untersuchungen
- ein hormonelles beziehungsweise reproduktionsmedizinisches Profil
- psychologische beziehungsweise psychoedukative Begleitung.
Das war nicht nur eine Formalität vor der Eizellentnahme.
Für uns war es eines der ersten Male, an denen deutlich wurde, wie viel medizinische Vorbereitung eine andere Person für unsere Familiengründung auf sich nahm.
Die heutigen Empfehlungen der American Society for Reproductive Medicine unterscheiden ebenfalls zwischen medizinischem Screening, Infektionsdiagnostik, genetischer Risikoabschätzung und psychoedukativer Beratung bei Eizellspenden.
Hormonelle Stimulation
Nach ihrer medizinischen Freigabe begann für unsere genetische Mutter die hormonelle Stimulation der Eierstöcke.
In unserem damaligen Ablauf bedeutete das ungefähr 10 bis 14 Tage tägliche Injektionen.
Das Ziel einer solchen Stimulation ist, mehrere Follikel gleichzeitig zur Entwicklung zu bringen, damit bei der anschließenden Eizellentnahme mehrere Eizellen gewonnen werden können.
Während dieser Phase wurde unsere genetische Mutter regelmäßig medizinisch kontrolliert. Dazu gehörten bei ihr Ultraschalluntersuchungen und Bluttests.
Der Zeitpunkt der finalen Injektion und der anschließenden Eizellentnahme wurde von der Klinik anhand dieser Entwicklung festgelegt.
Wie sie diese Zeit erlebt hat
Dieser Teil ist uns wichtig, weil wir die medizinische Phase nicht nur aus Sicht der zukünftigen Eltern erzählen möchten.
Unsere genetische Mutter hat uns damals beschrieben, dass die Behandlung für sie körperlich anstrengend war, sie sich von der Klinik aber gut betreut fühlte.
Die häufigen Arzttermine und Injektionen bedeuteten Zeit, Planung und körperlichen Aufwand.
Emotional beschrieb sie die Erfahrung uns gegenüber als intensiv, gleichzeitig aber auch als erfüllend, weil sie wusste, weshalb sie diesen Prozess durchlief und dass sie uns damit bei unserem Kinderwunsch half.
Das ist ihre uns damals geschilderte Erfahrung. Sie lässt sich nicht auf andere Eizellspenderinnen übertragen.
Eizellentnahme
Nach Abschluss der Stimulationsphase folgte die Eizellentnahme.
In unserem damaligen Ablauf fand sie ungefähr 36 Stunden nach der finalen Injektion statt.
Die Entnahme erfolgte unter Sedierung und Ultraschallkontrolle. Anschließend blieb unsere genetische Mutter zunächst zur Beobachtung in der Klinik.
Damit endete für sie aber nicht einfach ein technischer Behandlungsschritt.
Sie hatte über Tage Medikamente genommen, Termine wahrgenommen und schließlich einen invasiven Eingriff durchlaufen, damit überhaupt Eizellen für unsere Familiengründung zur Verfügung standen.
Diese körperliche Leistung möchten wir heute sichtbarer machen, als wir es vielleicht zu Beginn unseres Kinderwunsches selbst verstanden haben.
Risiken der Eizellspende: Was wir heute bewusster einordnen
Eine Eizellspende ist kein risikofreier Vorgang.
Die hormonelle Stimulation und Eizellentnahme können mit Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden sein. Dazu gehören unter anderem Beschwerden durch die ovarielle Stimulation, ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom, kurz OHSS, sowie seltene Komplikationen der Eizellentnahme wie Blutungen, Infektionen oder eine Torsion des Eierstocks.
ASRM beziffert in seiner Fachstellungnahme das Risiko eines schweren OHSS bei Eizellspende auf ungefähr 1 bis 2 Prozent pro Entnahmezyklus. Akute schwere Komplikationen wie Beckeninfektion, intraabdominelle Blutung oder Ovarialtorsion werden mit insgesamt unter 0,5 Prozent angegeben. Gleichzeitig weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass Langzeitdaten insbesondere für wiederholte Eizellspenden begrenzt sind.
Für uns gehört diese Perspektive heute selbstverständlich zu der Geschichte.
Der Kinderwunsch war unserer. Einen wichtigen Teil des medizinischen Weges hat jedoch unsere genetische Mutter körperlich getragen.
Unser medizinischer Teil als zwei Intended Fathers
Auch wir wurden untersucht
Parallel zu beziehungsweise vor der Embryonenerstellung wurden auch wir medizinisch untersucht.
Bei uns gehörten dazu unter anderem Tests auf Infektionskrankheiten und genetische Screening-Untersuchungen. Welche Untersuchungen erforderlich oder empfohlen sind, hängt von der konkreten Behandlungskonstellation ab. In den USA bestehen bei Zyklen mit einer Gestational Carrier auch für die verwendeten Spermien- und Eizellquellen bestimmte Screening-Anforderungen; Fachgesellschaften empfehlen darüber hinaus unter anderem genetische Risikoabklärung.
Unsere Samenproben
Der eigentliche Moment der Samenabgabe war im Vergleich zu allem, was unsere genetische Mutter durchlief, ziemlich unspektakulär.
Wir gaben beide in der Klinik jeweils eine Samenprobe ab.
Die Klinik hatte dafür einen eigenen Raum. Die Probe wurde in einem dafür vorgesehenen Behälter abgegeben und anschließend im Labor weiterverarbeitet.
Für uns war dieser Moment gleichzeitig erstaunlich banal und ziemlich bedeutungsvoll.
Auf der einen Seite: ein Klinikraum und ein Becher.
Auf der anderen: genetisches Material, aus dem vielleicht unser zukünftiges Kind entstehen würde.
Die Eizellen wurden zwischen uns aufgeteilt
Eine Besonderheit unseres Weges war, dass wir beide die Möglichkeit haben wollten, genetischer Vater eines Kindes zu werden.
Deshalb wurden die verfügbaren Eizellen für die Embryonenerstellung zwischen unseren beiden Samenproben aufgeteilt.
Ein Teil wurde mit Martins Spermien befruchtet, der andere mit Roberts.
Wir wussten zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht, welche Embryonen entstehen würden und welcher davon später tatsächlich übertragen werden könnte.
Es war zunächst einfach die Möglichkeit, Embryonen von uns beiden entstehen zu lassen.
Von Eizelle und Spermium zum Embryo
Bei uns wurde ICSI verwendet
Nach der Vorbereitung der Eizellen und unserer Samenproben begann der eigentliche Laborprozess.
Unsere Klinik verwendete bei uns ICSI, die intrazytoplasmatische Spermieninjektion.
Dabei wird jeweils ein einzelnes Spermium direkt in eine reife Eizelle injiziert.
Der CDC beschreibt ICSI ebenfalls genau als Verfahren, bei dem ein einzelnes Spermium direkt in eine Eizelle eingebracht wird. Es ist eine Variante der assistierten Reproduktion und wird je nach medizinischer Situation eingesetzt.
Wichtig ist uns die Formulierung „bei uns wurde ICSI verwendet“.
Daraus folgt keine Empfehlung, dass ICSI bei jeder IVF oder jeder Leihmutterschaft notwendig oder überlegen wäre. Welche Befruchtungsmethode medizinisch sinnvoll ist, gehört in die Beratung durch die behandelnde Klinik.
Dann begann das Warten
Nach der Befruchtung konnten wir selbst nichts mehr tun.
Die befruchteten Eizellen wurden im Labor kultiviert und ihre weitere Entwicklung beobachtet.
Und plötzlich wurde aus all den organisatorischen Dingen, über die wir vorher gesprochen hatten, etwas vollkommen anderes.
Agenturen, Verträge, Profile, Untersuchungen und Termine waren abstrakt.
Jetzt warteten wir darauf zu erfahren:
Entwickelt sich daraus tatsächlich ein Embryo?
Von der befruchteten Eizelle zur Blastozyste
In unserer Klinik wurden die entstandenen Embryonen über mehrere Tage weiter kultiviert.
Ein Teil erreichte nach fünf bis sechs Tagen das Blastozystenstadium.
Wir würden heute bewusst keine starre Tabelle mehr verwenden, nach der ein Embryo an jedem Tag zwingend eine bestimmte Zellzahl oder Entwicklungsstufe erreichen „muss“. Embryonalentwicklung ist biologisch variabel, und die Beurteilung gehört ins embryologische Labor.
Für unseren eigenen Prozess war entscheidend:
Es entstanden Blastozysten, die anschließend weiter beurteilt werden konnten.
Unsere Entscheidung für PGT-A
Warum wir die Embryonen testen ließen
Unsere Ärzte empfahlen uns damals ein PGT-A-Screening, also Preimplantation Genetic Testing for Aneuploidy.
Wir entschieden uns dafür.
Beim PGT-A werden Zellen eines Embryos auf Auffälligkeiten der Chromosomenzahl untersucht. Das Ergebnis kann bei der Entscheidung helfen, welche Embryonen für einen späteren Transfer infrage kommen.
Im Zuge dieser Untersuchung erhielten wir auch weitere Informationen über die getesteten Embryonen, wie zum Beispiel das Geschlecht.
Für uns war dieser Schritt damals Teil des medizinischen Plans, den wir gemeinsam mit unserer Klinik gewählt hatten.
Was PGT-A kann und was nicht
Hier möchten wir heute präziser sein als in unserer ursprünglichen Beschreibung dieses Prozesses.
PGT-A „schließt chromosomale Anomalien“ nicht mit absoluter Sicherheit aus.
Es ist ein Screeningverfahren.
ASRM weist unter anderem darauf hin, dass Ergebnisse wie Mosaikbefunde, segmentale Auffälligkeiten oder auch nicht auswertbare Ergebnisse vorkommen können und dass eine Fehlklassifikation nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Die Fachgesellschaft betont außerdem, dass ein routinemäßiger Nutzen von PGT-A für alle IVF-Patientinnen und -Patienten nicht nachgewiesen ist.
Deshalb trennen wir zwei Dinge:
Unsere Erfahrung:
Unsere Klinik empfahl uns PGT-A und wir entschieden uns dafür.
Allgemeine medizinische Aussage:
Ob PGT-A in einer anderen Situation sinnvoll ist, hängt vom individuellen Fall ab und sollte mit Reproduktionsmedizin und gegebenenfalls genetischer Beratung besprochen werden.
Kryokonservierung: plötzlich waren da tatsächlich Embryonen
Die Blastozysten, die für die weitere Planung infrage kamen, wurden anschließend kryokonserviert.
Kryokonservierung bedeutet, dass Eizellen oder Embryonen für eine spätere Verwendung eingefroren und gelagert werden. Sie gehört zu den Verfahren der assistierten Reproduktion.
Für uns war das medizinisch ein weiterer Laborvorgang.
Emotional war es etwas völlig anderes.
Bis dahin hatten wir jahrelang über Kinderwunsch gesprochen.
Wir hatten entschieden, welchen Weg wir gehen wollen.
Wir hatten eine genetische Mutter gefunden.
Sie hatte Screening, Hormone und Eizellentnahme durchlaufen.
Wir hatten unsere Untersuchungen und Samenproben abgegeben.
Und irgendwann kam die Nachricht:
Es gibt Embryonen.
Noch keine Schwangerschaft.
Noch keine Tragemutter im medizinischen Prozess.
Noch keine Garantie, dass daraus jemals ein Kind entstehen würde.
Aber zum ersten Mal existierte etwas Konkretes, das all diese Planung miteinander verband.
Das war für uns ein großer emotionaler Wendepunkt.
Frische oder eingefrorene Eizellen: unser Weg war nur ein möglicher Weg
In unserem Prozess entschieden wir uns für die Arbeit mit kryokonservierten Eizellen.
Das brachte für unseren konkreten Ablauf organisatorische Möglichkeiten mit sich.
Was wir daraus ausdrücklich nicht ableiten möchten, ist eine allgemeine Rangfolge nach dem Motto:
frische Eizellen sind besser
oder
gefrorene Eizellen sind genauso gut.
Die Erfolgsaussichten eines konkreten IVF-Prozesses hängen von vielen Faktoren ab, darunter unter anderem Alter und medizinische Voraussetzungen der Eizellspenderin, Laborbedingungen, Kryokonservierungsverfahren, Befruchtung und Embryonalentwicklung.
Für andere Familien kann die medizinisch sinnvolle Entscheidung deshalb anders aussehen.
Was wir von dieser Phase heute anders erzählen würden
Der Prozess war medizinischer, als wir anfangs verstanden haben
Am Anfang unseres Kinderwunsches sprachen wir viel über Eizellspende, als wäre das ein einzelner Baustein:
Eizellen finden. Embryonen schaffen. Weiter.
In der Realität standen dahinter für unsere genetische Mutter:
- medizinische Untersuchungen
- genetische Tests
- psychologische Begleitung
- tägliche Injektionen
- wiederholte Arzttermine
- Blutabnahmen und Ultraschall
- eine Eizellentnahme
- Erholungszeit
- und die Unsicherheit, wie ihr Körper auf die Behandlung reagieren würde.
Das möchten wir heute nicht hinter einem technisch klingenden Wort wie „Eizellspende“ verschwinden lassen.
Gute Ergebnisse waren nicht selbstverständlich
Rückblickend kann die Geschichte sehr linear wirken:
genetische Mutter gefunden → Eizellen → Befruchtung → Embryonen → Transfer → Familie.
So fühlte es sich damals nicht an.
Zwischen jedem dieser Schritte konnte etwas anders laufen als erhofft.
Nicht jede gewonnene Eizelle wird befruchtet.
Nicht jede befruchtete Eizelle entwickelt sich weiter.
Nicht jeder Embryo erreicht das Blastozystenstadium.
Nicht jeder getestete Embryo erhält ein für die weitere Planung geeignetes Ergebnis.
Und auch ein Embryo bedeutet noch keine Schwangerschaft oder Geburt.
Gerade deshalb war jeder Schritt für uns gleichzeitig Hoffnung und Warten.
Medizinische Entscheidungen waren unsere Entscheidungen, keine Empfehlungen
ICSI war Teil unseres Behandlungsplans.
PGT-A war Teil unseres Behandlungsplans.
Kryokonservierung war Teil unseres Behandlungsplans.
Das heißt nicht:
So muss Leihmutterschaft ablaufen.
Es heißt:
So lief dieser medizinische Teil bei uns.
Genau diese Grenze ist uns heute wichtig.
Und wann kommt die Tragemutter ins Spiel?
Bis zu diesem Punkt unseres Weges hatte unsere Tragemutter noch keinen Embryotransfer.
Die Embryonenerstellung und der spätere Transfer sind zwei unterschiedliche medizinische Phasen.
Erst nachdem Embryonen vorhanden waren, das Matching mit unserer Tragemutter abgeschlossen war und die notwendigen medizinischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt waren, konnte der spätere Embryotransfer vorbereitet werden.
Diesen Teil erklären wir deshalb nicht noch einmal hier.
Leihmutterschaft USA: den gesamten Ablauf von der Planung bis zur Geburt ansehen
FAQ zu unserem medizinischen Weg
Haben Martin und Robert beide Samenproben abgegeben?
Ja.
Wir gaben beide eine Samenprobe ab. Die Eizellen wurden für die Embryonenerstellung zwischen unseren beiden Proben aufgeteilt.
Dadurch konnten Embryonen mit genetischem Material von Martin und Embryonen mit genetischem Material von Robert entstehen.
Welche Befruchtungsmethode wurde bei euch verwendet?
Bei uns verwendete die Klinik ICSI.
Dabei wird ein einzelnes Spermium direkt in eine Eizelle injiziert.
Das beschreibt unseren Behandlungsplan und ist keine allgemeine Empfehlung für andere IVF-Zyklen.
Habt ihr PGT-A durchführen lassen?
Ja.
Unsere Ärzte empfahlen uns PGT-A und wir entschieden uns dafür.
Wir würden das Ergebnis heute jedoch nicht mehr so beschreiben, als könnten damit sämtliche chromosomalen Auffälligkeiten sicher ausgeschlossen werden. PGT-A ist ein Screeningverfahren mit Grenzen.
Wie lange dauerte die Stimulation eurer genetischen Mutter?
In unserem damaligen Behandlungsablauf dauerte die Phase mit täglichen Hormoninjektionen ungefähr 10 bis 14 Tage.
Der konkrete Ablauf einer anderen Eizellspende kann davon abweichen.
Wie hat eure genetische Mutter die Eizellspende erlebt?
Sie beschrieb uns den Prozess damals als körperlich anstrengend, fühlte sich nach eigener Aussage aber gut medizinisch betreut.
Vor allem die vielen Termine und Injektionen bedeuteten Zeit und Engagement.
Emotional beschrieb sie die Erfahrung uns gegenüber als intensiv, zugleich aber auch als erfüllend, weil sie wusste, dass sie uns damit bei unserem Kinderwunsch half.
Wir geben hier bewusst nur das wieder, was sie uns selbst über ihre Erfahrung erzählt hat.
Habt ihr frische oder eingefrorene Eizellen verwendet?
In unserem Prozess entschieden wir uns für kryokonservierte Eizellen.
Wir leiten daraus keine allgemeine Empfehlung für andere Familien ab.
Quellen und medizinischer Prüfstand
Für die allgemeinen medizinischen Erläuterungen dieser Seite haben wir insbesondere folgende Fach- und Behördenquellen verwendet:
- American Society for Reproductive Medicine: Gamete and embryo donation guidance (2024) zu medizinischem, infektiologischem und genetischem Screening sowie psychoedukativer Beratung bei Eizell- und Samenspende.
- American Society for Reproductive Medicine: Repetitive oocyte donation: a committee opinion zu Risiken der ovariellen Stimulation und Eizellentnahme sowie zur begrenzten Langzeitdatenlage bei wiederholter Eizellspende.
- American Society for Reproductive Medicine: The use of preimplantation genetic testing for aneuploidy: a committee opinion (2024) zu Nutzen, Grenzen und Interpretation von PGT-A.
- Centers for Disease Control and Prevention: ART-Glossar und Grundlagen zu IVF, ICSI und Kryokonservierung.
Medizinischer Prüfstand: 15. August 2026.
Hinweis: Medizinische Standards, Labormethoden und Empfehlungen entwickeln sich weiter. Was für unseren konkreten Prozess sinnvoll war, muss nicht für eine andere Person oder einen anderen IVF-Zyklus geeignet sein.
Wenn aus Laborwerten plötzlich Familiengeschichte wird
Während dieser Phase bestand unser Kinderwunsch aus Terminen, Spritzen, Proben, Anrufen aus dem Labor und der Frage, wie viele Embryonen sich weiterentwickeln würden.
Von außen klingt das sehr technisch.
Für uns war es das Gegenteil.
Es war der Moment, in dem aus einer Idee erstmals etwas Konkretes wurde.
In der passenden Podcastfolge erzählen wir diese Phase deshalb nicht als IVF-Anleitung, sondern aus unserer Perspektive: wie sich Eizellspende, Embryonenschaffung, genetisches Screening und dieses ständige Warten für uns tatsächlich angefühlt haben.
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