Als wir zur Geburt unseres Sohnes nach Kalifornien flogen, hatten wir zwei große Koffer voller Babysachen dabei. Wir reisten ohne Baby in die USA und einige Wochen später mit einem Neugeborenen nach Deutschland zurück. Vieles mussten wir vor der Geburt auswählen, obwohl wir noch gar nicht wussten, was in unserem Alltag funktionieren würde.
Rückblickend waren Tragehilfen, praktische Kleidung, unsere Flaschen und Babynahrung sowie eine einfache Lösung zum Reinigen der Flaschen besonders nützlich. Den Kinderwagen ließen wir zu Hause, die Babyschale kauften wir in Kalifornien, und bei Windeln hätten wir deutlich weniger aus Deutschland mitnehmen können.
Unsere Tragemutter brachte unseren Sohn in Kalifornien zur Welt. Deshalb packten wir für die Zeit vor der Geburt und für seine ersten Wochen. In unserer vollständigen Packliste für Los Angeles stehen auch Kleidung, Dokumente und die Dinge, die wir für uns selbst dabeihatten.
Viele Eltern hatten uns auf Social Media ganz konkret gefragt, was wir für die Wochen in Kalifornien eingepackt hatten. Deshalb nennen wir unsere Ausstattung hier bewusst ausführlich. Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Produktlinks sind Affiliate-Links zu Dingen, die wir auf dieser Reise selbst benutzt haben. Wenn ihr darüber etwas kauft, können wir eine Provision erhalten. Für euch ändert sich der Preis nicht.
Unsere Bilanz auf einen Blick
| Mitgenommen und oft benutzt | In Kalifornien gekauft | Zu Hause gelassen oder zu viel eingepackt |
|---|---|---|
| Tragetücher und Tragehilfe | Babyschale mit US-Zertifizierung | Kinderwagen |
| Wickelbodys und Babykleidung | Windeln und Feuchttücher | Europäische Babyschale |
| Unsere Flaschen und Babynahrung | Einfache Babybadewanne | Große Windelvorräte |
| Mikrowellen-Sterilisator und Trockengestell | Weitere Strampler mit Reißverschluss | Babywippe |
Welche Dokumente wir für die Rückreise brauchten
Unser Sohn wurde in den USA geboren. Deshalb mussten wir nicht mit ihm in die USA einreisen. Nach der Geburt beantragten wir seine Dokumente für die Ausreise und für die Einreise nach Deutschland. Unsere Erfahrung mit Geburtsurkunde, Apostillen und Pässen haben wir im Beitrag über die Dokumente nach der Geburt in den USA festgehalten.
Was wir bewusst in Kalifornien besorgten
Die Babyschale
Wir kauften unsere Babyschale in Kalifornien und achteten dabei auf die dort vorgeschriebene Kennzeichnung. So konnten wir sie im Mietwagen nutzen und mussten keine sperrige Schale auf dem Hinflug transportieren.
Windeln, Feuchttücher und eine einfache Badewanne
Wir hatten Windeln aus Deutschland dabei, doch die mitgebrachte Newborn-Größe passte unserem Sohn nicht besonders gut. In Kalifornien fanden wir schnell eine passendere Variante. Einige der dort gekauften Windeln hatten außerdem einen Ausschnitt für den Nabelbereich, den wir in den ersten Tagen praktisch fanden.
Für unsere Reise hätten ein kleiner Vorrat für den Start und später die Windeln im Handgepäck für den Rückflug ausgereicht. Die großen Pakete aus Deutschland nahmen vor allem Platz weg. Auch die Babybadewanne kauften wir erst vor Ort, weil uns das Produkt für den Transport zu sperrig war. Eine Wippe hatten wir gar nicht dabei und vermissten sie in diesen Wochen nicht.
Was wir aus Deutschland oft benutzten
Tragetücher und Tragehilfe
Wir hatten ein elastisches Tragetuch*, ein klassisches Tuch* und eine strukturierte Tragehilfe* dabei. In den ersten Wochen liefen wir fast alle Strecken mit einer Trage und brauchten den Kinderwagen tatsächlich kein einziges Mal. Gut war, dass wir uns schon vor der Geburt mit den Modellen beschäftigt hatten.
Wickelbodys und Strampler mit Reißverschluss
Nachts waren Wickelbodys* und Strampler mit Reißverschluss* deutlich praktischer als unsere Modelle mit vielen Druckknöpfen. Beim Windelwechsel mussten wir weniger öffnen, und die Wickelbodys mussten nicht über den Kopf gezogen werden. In den USA fanden wir eine größere Auswahl an Reißverschluss-Stramplern und kauften noch einige nach. Am Ende griffen wir sowieso immer wieder zu denselben Sachen, besonders wenn nachts schnell umgezogen werden musste.
Flaschen, Babynahrung und eine kleine Reinigungslösung
Wir nahmen die Flaschen und die Säuglingsnahrung mit, mit denen wir uns vor der Geburt bereits beschäftigt hatten. Die Altersangaben auf den Saugern passten allerdings nicht so gut zu unserem Sohn wie erwartet. Im Krankenhaus kam er zunächst mit größeren Saugern besser zurecht. Deshalb waren mehrere Größen für uns hilfreicher als ein großer Vorrat derselben Variante.
Für den Rückflug hatten wir portionierbare Behälter, einen Thermobeutel und einen Flaschenwärmer griffbereit. Ein kompakter Mikrowellen-Sterilisator* und ein kleines Trockengestell* passten in den Koffer und wurden in unserer Unterkunft täglich benutzt.
Unsere Reiseapotheke
Was in unsere Reiseapotheke kam, hatten wir vorher mit unserer Hebamme abgestimmt. Bei einem Neugeborenen würden wir das wieder individuell klären.
Braucht man ein Babynest für die USA-Reise?
Für unsere Reise würden wir kein Babynest einplanen. Für den Schlaf empfiehlt die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC eine feste, flache und leere Schlaffläche. Ein Babynest würden wir deshalb nicht als Schlafplatz nutzen.
Seit unserer Rückkehr leben wir wieder in Deutschland. Robert wurde in den USA geboren, und wir reisen weiterhin dorthin. Unsere bisherigen Erfahrungen findet ihr unter Deutschland & USA.
Häufige Fragen zur USA-Reise mit Baby
Kann man Babynahrung aus Deutschland in die USA mitnehmen?
Die US-Grenzbehörde nennt Säuglingsnahrung für den persönlichen Gebrauch als Fall, für den keine vorherige Einfuhrmeldung nötig ist. Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte müssen bei der Einreise angegeben werden. Welche Produkte eingeführt werden dürfen, kann von den Zutaten und den jeweils geltenden Bestimmungen abhängen.
Darf Babynahrung mit ins Handgepäck?
Nach den aktuellen TSA-Regeln dürfen Babynahrung, Muttermilch, Kleinkindgetränke und Wasser für Babys in angemessenen Mengen auch oberhalb von 100 Millilitern im Handgepäck mitgeführt werden und werden separat kontrolliert. Für andere Abflugländer gelten die Vorschriften des jeweiligen Flughafens und der zuständigen Behörden.
Kann man eine deutsche Babyschale in den USA verwenden?
Entscheidend sind die Zulassung und Kennzeichnung des konkreten Modells sowie die am Reiseziel geltenden Regeln. Eine ausschließlich nach europäischen Vorgaben zugelassene Babyschale erfüllt die US-Anforderungen nicht automatisch. Wir kauften unsere Babyschale deshalb in Kalifornien.
Braucht ein Baby für die USA einen eigenen Reisepass und ESTA?
Nach den aktuellen Hinweisen benötigt auch ein deutsches Baby ein eigenes Reisedokument. Für eine visumfreie Einreise im Visa Waiver Program braucht jede reisende Person eine eigene ESTA-Genehmigung. Mit einem Kinderreisepass ist laut Auswärtigem Amt ein Visum erforderlich. Bei doppelter Staatsangehörigkeit oder einer Geburt in den USA kann die Situation anders sein.
Im Video: unsere Koffer vor der Geburt
Im Video Was wir gepackt haben: nötig, unnötig, vergessen zeigen wir, was wir damals für die Wochen in Kalifornien eingepackt hatten. Dort seht ihr noch den Stand vor der Geburt, als wir vieles anders einschätzten als nach den ersten Wochen mit unserem Sohn.
Quellen
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Auswärtiges Amt: USA, Reise- und Sicherheitshinweise
Für Reisedokumente, ESTA und Kinderreisepass. -
U.S. Customs and Border Protection: Requirements for importing baby formula
Für Babynahrung zum persönlichen Gebrauch. -
U.S. Customs and Border Protection: What food items can I bring into the United States?
Für die Einfuhr und Deklaration von Lebensmitteln. -
Transportation Security Administration: Traveling with Children
Für Babynahrung, Muttermilch, Getränke und Wasser im Handgepäck bei Abflug aus den USA. -
Electronic Code of Federal Regulations: 49 CFR 571.213
Für Kennzeichnung und US-Sicherheitsstandard von Kinderrückhaltesystemen. -
U.S. Consumer Product Safety Commission: Safe Sleep
Für die empfohlene Schlafumgebung und die Abgrenzung zu weichen Loungern oder Positionierern.