USA-Reise mit Baby: Was wir wirklich brauchten – und was nicht

Veröffentlicht am 7. Februar 2026 um 01:50
Zwei Väter sitzen in einem hellen Wohnzimmer in Kalifornien, einer trägt ein Neugeborenes im Tragetuch, der andere hält Babykleidung in der Hand; auf dem Tisch liegen Baby-Reiseutensilien wie Windeln, Flaschen und Pflegeprodukte für eine USA-Reise mit Bab

Unsere ehrliche Pack-Erfahrung nach der Geburt durch Leihmutterschaft

Als wir nach Kalifornien gereist sind, hatten wir zwei große Koffer ausschließlich mit Baby-Sachen dabei. Kleidung, Flaschen, Babynahrung, Reiseapotheke. Alles gut durchdacht. Und trotzdem hat sich erst nach der Geburt unseres Sohnes gezeigt, was davon wirklich notwendig war, was wir uns hätten sparen können und was wir schlicht vergessen haben.

Dieser Beitrag ergänzt unsere vollständige Packliste für Los Angeles und ist eng mit unserem YouTube-Video zum gleichen Thema verknüpft. Er richtet sich an Regenbogenfamilien, insbesondere an schwule Paare, die im Rahmen einer Leihmutterschaft in die USA reisen, aber auch an Eltern, die mit einem Neugeborenen international unterwegs sind.

👉 Zum YouTube-Video: Was wir gepackt haben – nötig, unnötig, vergessen

Transparenzhinweis:
Um es euch leichter zu machen, haben wir euch einige Produkte verlinkt, die wir selbst auf unserer Reise genutzt haben. Wenn ihr über diese Links einkauft, unterstützt ihr unsere Arbeit bei Papaarade. Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten. Danke dafür 💛

Überblick: Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was wir bewusst nicht mitgebracht haben

  • Was sich als absolut notwendig erwiesen hat

  • Welche Dinge wir vor Ort gekauft haben

  • Wo wir uns verschätzt haben

  • Welche Learnings wir weitergeben würden

Interne Verlinkung:
Pillar-Page → Regenbogenfamilie
Cluster → Leihmutterschaft USA
Weiterführend → Unsere vollständige Packliste für Los Angeles

❌ Was wir für die USA-Reise mit Baby NICHT eingepackt haben

Warum haben wir keinen Kinderwagen mitgenommen?

Wir haben uns bewusst gegen einen Kinderwagen entschieden.

Gründe aus unserer Erfahrung:

  • Beim Hinflug ohne Baby wäre der Kinderwagen Sondergepäck gewesen

  • Die Kosten lagen je nach Airline bei etwa 400–500 USD

  • In den ersten Wochen schläft ein Neugeborenes sehr viel

Unser Alltag bestand aus:

  • kurzen Wegen

  • viel Nähe

  • Tragen statt Schieben

➡️ Rückblickend war diese Entscheidung für uns richtig.

Babyschale aus Europa: Warum wir davon abraten

EU-Babyschalen sind in den USA nicht zugelassen. Umgekehrt gilt das genauso.

Zusätzlich:

  • sehr sperrig

  • ebenfalls Sondergepäck

  • logistischer Aufwand

Unsere Lösung:

  • Babyschale direkt in den USA gekauft

  • alternativ beim Mietwagenanbieter dazugebucht

Nach der Nutzung kann man sie problemlos weitergeben oder spenden. 

➡️  Wichtig: Ohne Babyschale dürfte ihr das Krankenhaus nicht verlassen!

Babybadewanne und Babywippe: unnötig für ein paar Wochen

Beides haben wir nicht mitgenommen.

Warum:

  • sehr groß

  • nimmt extrem viel Platz im Koffer ein

  • nur kurzfristig im Einsatz

Wir haben vor Ort eine einfache Babybadewanne gekauft, die für die ersten Wochen völlig ausgereicht hat. In Deutschland nutzen wir später andere Lösungen.

❌ Windeln & Feuchttücher: Warum wir sie nicht mehr einpacken würden

Wir hatten Windeln aus Deutschland dabei. Rückblickend war das nicht sinnvoll.

Unsere Learnings:

  • Man weiß vorab nicht, wie groß das Baby ist

  • Unsere mitgebrachten Newborn-Windeln waren zu groß

  • US-Windeln boten mehr Platz für die Nabelschnur

Zusätzlich:

  • Windeln nehmen enorm viel Kofferplatz ein

  • In den USA ist die Auswahl groß und gut verfügbar

➡️ Unsere Empfehlung: Windeln und Feuchttücher vor Ort kaufen.

 

✅ Was sich als absolut notwendig erwiesen hat

Tragetücher statt Kinderwagen

Wir hatten mehrere Trageoptionen dabei:

Vorteile:

  • Hände frei

  • platzsparend

  • ideal für die ersten Wochen

Wenn wir nur eine Sache empfehlen müssten: Tragetücher einpacken.

Kleidung: Wickelbodys & Reißverschluss-Strampler

Unsere Erfahrung mit Babykleidung:

Besonders hilfreich:

  • schneller Windelwechsel

  • kein Gefummel mit Druckknöpfen

  • weniger Stress nachts

Viele dieser praktischen Modelle haben wir erst in den USA entdeckt.

Babynahrung & Flaschen: was wir gelernt haben

Wir haben Babyformel aus Deutschland mitgebracht.

Unsere Überlegung:

  • vertraute Standards

  • bekannte Inhaltsstoffe

Wichtig:

  • Babyformel gilt als Lebensmittel

  • muss bei der Einreise in die USA deklariert werden

Im Alltag sehr hilfreich:

  • portionierbare Behälter

  • Thermobeutel

  • Flaschenwärmer für unterwegs und Rückflug

Saugergrößen: Theorie vs. Realität

Ein überraschendes Learning:
Obwohl unser Sohn ein Neugeborenes ist, kamen wir mit Saugergröße 0 oder 1 nicht gut zurecht.

Im Krankenhaus wurden größere Sauger verwendet, und unser Sohn hat sich daran gewöhnt.

➡️ Fazit: Auch bei Neugeborenen funktioniert nicht immer die „theoretisch richtige“ Größe. Flexibilität ist entscheidend.

Sterilisator, Trockengestell & Babynest

Unverzichtbar für uns:

Das Babynest war besonders praktisch:

  • leicht

  • passt in den Koffer

  • flexibel einsetzbar

Wichtig: Baby nie unbeaufsichtigt lassen.

🩺 Reiseapotheke: abgestimmt mit der Hebamme

Wir haben eine komplette Reiseapotheke aus Deutschland mitgebracht, abgestimmt mit unserer Hebamme.

Warum:

  • bekannte Produkte

  • klare Anwendung

  • Vertrauen in Inhaltsstoffe

Konkrete Produktempfehlungen vermeiden wir bewusst, da sie individuell abgestimmt werden sollten.

Was du aus diesem Artikel mitnimmst

  • In den USA ist fast alles verfügbar

  • Sondergepäck ist teuer und oft unnötig

  • Tragetücher sind Gold wert

  • Wickelbodys & Reißverschlüsse sparen Nerven

  • Flexibilität ist wichtiger als perfekte Planung

Mini-FAQ

Was sollte man für eine USA-Reise mit Baby lieber nicht einpacken?

Kinderwagen, Babyschale, Babybadewanne und große Windelvorräte lassen sich vor Ort günstiger und praktischer besorgen.

Darf man Babyformel aus Deutschland in die USA mitnehmen?

Ja, sie muss jedoch bei der Einreise als Lebensmittel deklariert werden.

Was war euer größtes Learning beim Packen?

Dass man nicht alles vorab planen kann und Anpassungsfähigkeit wichtiger ist als Vollständigkeit.

Fazit

Diese Reise hat uns gezeigt, wie wenig es eigentlich braucht, um gut in die ersten Wochen als Familie zu starten. Vorbereitung gibt Sicherheit, aber sie ersetzt nicht die Bereitschaft, Dinge vor Ort anzupassen. Wenn du gerade selbst vor dieser Reise stehst, hoffen wir, dass dir unsere Erfahrung Orientierung gibt.

👉 Weiterlesen:

  • Unsere vollständige Packliste für Los Angeles

  • Rückreise mit Baby aus den USA nach Deutschland


Autor: Robert Kydd-Robinson – Papaarade
Season: Geburt & erstes Jahr
Stand: Februar 2026
Disclaimer: Keine Rechts-, Finanz- oder medizinische Beratung