Leihmutterschaft weltweit 2025: Länder Vergleich, Recht und Risiken für LGBTQ+-Paare

Leihmutterschaft ist weltweit sehr unterschiedlich geregelt, von klaren, inklusiven Strukturen bis hin zu strikten Verboten mit Strafandrohung. Dieser Überblick zeigt, welche Modelle es gibt, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen in wichtigen Ländern aussehen und welche besonderen Herausforderungen LGBTQ+-Paare beachten müssen. Am Ende erklären wir, warum wir uns bewusst für Kalifornien entschieden haben.

Update: Stand November 2025, keine Rechtsberatung

Die rechtliche Lage zur Leihmutterschaft entwickelt sich laufend weiter. Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung und kann nur eine Orientierung für deine eigenen Recherchen sein. Für verbindliche Auskünfte sind spezialisierte Anwältinnen und Anwälte oder unabhängige Beratungsstellen notwendig.

Schnellvergleich: Wo ist Leihmutterschaft 2025 überhaupt möglich?

Wenn du nach „Leihmutterschaft Land X“ suchst, suchst du meist nach einer schnellen Orientierung: Wo ist Leihmutterschaft rechtlich erlaubt, wie steht es um den Schutz für Kind und Tragemutter und wie sieht der Zugang für LGBTQ+-Paare aus?

Sehr klar reguliert und vergleichsweise sicher für LGBTQ+-Paare:

  • USA (zum Beispiel Kalifornien): Kommerzielle, gestationelle Leihmutterschaft ist in einigen Bundesstaaten ausdrücklich erlaubt und gut reguliert. Viele Staaten, besonders Kalifornien, bieten einen klaren Rechtsrahmen und inklusiven Zugang für gleichgeschlechtliche Paare.
  • Kanada: Leihmutterschaft ist nur altruistisch erlaubt, der rechtliche Schutz gilt als hoch. LGBTQ+-Paare haben in vielen Provinzen Zugang, Wartezeiten können jedoch lang sein.

Relevante Optionen mit besonderem Fokus auf LGBTQ+-Paare, aber mit offenen Fragen und Risiken:

  • Kolumbien: Leihmutterschaft ist nach aktuellen Berichten rechtlich möglich. Aufgrund des Diskriminierungsverbots können auch gleichgeschlechtliche Paare Zugang haben, die Regulierung und Praxis sind jedoch weniger einheitlich als in Kalifornien oder Kanada.
  • Mexiko: Die rechtliche Situation wird auf Bundesstaatenebene geregelt. Nach Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs können auch ausländische und LGBTQ+-Eltern Zugang haben, die konkrete Umsetzung variiert jedoch je nach Region stark.

Altruistische Modelle mit Einschränkungen für schwule Paare:

  • Großbritannien: Altruistische Leihmutterschaft ist erlaubt, Vereinbarungen sind aber nicht bindend und die Elternschaft wird erst nach der Geburt übertragen. Gleichgeschlechtliche Paare haben grundsätzlich Zugang, leben jedoch lange in rechtlicher Unsicherheit.
  • Griechenland, Portugal und andere EU-Staaten mit altruistischen Modellen: Häufig sind nur bestimmte Konstellationen (zum Beispiel heterosexuelle Paare oder Frauen mit medizinischer Indikation) zugelassen, schwule Paare sind meist ausgeschlossen.

Faktisch keine oder sehr riskante Optionen für internationale oder LGBTQ+-Paare:

  • Deutschland, Italien: Leihmutterschaft ist verboten, in Italien sind sogar Sanktionen für Auslandsleihmutterschaft möglich.
  • Ukraine, Georgien, Thailand, Indien: Teilweise kommerzielle Leihmutterschaft, aber mit starken Einschränkungen, Kriegssituation oder Ausschluss für LGBTQ+-Paare. Für schwule Paare aktuell keine reguläre Option.

Dieser Artikel geht die wichtigsten Länder im Detail durch und zeigt, warum wir uns trotz vermeintlich günstigerer Alternativen für Kalifornien entschieden haben.

Formen der Leihmutterschaft

Grundsätzlich werden zwei medizinische Formen unterschieden:

  • Traditionelle Leihmutterschaft: Die Tragemutter ist genetische Mutter des Kindes (eigene Eizelle).
  • Gestationelle Leihmutterschaft: Die Tragemutter trägt einen Embryo aus, der aus Eizellen und Spermien der Wunscheltern oder von Spenderinnen und Spendern stammt.

Daneben unterscheidet man rechtlich zwischen:

  • Altruistischer Leihmutterschaft: Erlaubt ist nur Aufwandsentschädigung und Kostenerstattung, keine Vergütung für die Schwangerschaft selbst.
  • Kommerzieller Leihmutterschaft: Zusätzlich zur Kostenerstattung werden Vergütungen gezahlt. In einigen Ländern ist das explizit erlaubt, in anderen streng verboten.

Welche Modelle zulässig sind, hängt immer vom jeweiligen Land und teilweise von regionalen Gesetzen ab.

Leihmutterschaft weltweit im Vergleich

Der folgende Überblick fasst die rechtliche Situation, den Zugang für LGBTQ+-Paare und typische Konfliktlinien in ausgewählten Ländern zusammen. Im Detail unterscheiden sich Abläufe, Kosten und Anerkennungsverfahren stark, besonders bei grenzüberschreitenden Fällen.

Deutschland: Strenges Verbot und komplexe Rückkehr

Rechtliche Situation

In Deutschland ist Leihmutterschaft faktisch verboten. Verschiedene Gesetze, zum Beispiel das Embryonenschutzgesetz und das Adoptionsvermittlungsgesetz, untersagen sowohl die Durchführung als auch die Vermittlung. Altruistische und kommerzielle Modelle werden rechtlich nicht unterschieden, weil die Praxis insgesamt untersagt ist.

Auswirkungen für Paare

Viele Paare, darunter auch Regenbogenfamilien, weichen auf Länder mit klarer Rechtslage aus und stehen anschließend vor der schwierigen Frage, wie Elternschaft und Staatsbürgerschaft des Kindes in Deutschland anerkannt werden.

Mehr Hintergründe zur Situation von Regenbogenfamilien in Deutschland findest du in unserem Pillar LGBTQ+-Familien in Deutschland.

USA (Fokus Kalifornien): Einer der sichersten Orte für LGBTQ-Eltern

Rechtliche Situation

In den USA wird Leihmutterschaft auf Ebene der Bundesstaaten geregelt. Kalifornien gehört zu den fortschrittlichsten und leihmutterschaftsfreundlichsten Staaten: Gestationelle, auch kommerzielle Leihmutterschaft ist dort erlaubt und gut reguliert. Gerichtliche Anordnungen wie Pre-Birth Orders können Elternrechte bereits vor der Geburt festlegen.

Rechtliche Situation für LGBTQ+-Paare

Kalifornien bietet gleichgeschlechtlichen Paaren eine sehr inklusive Umgebung. In vielen Fällen können beide Elternteile von Anfang an als rechtliche Eltern anerkannt werden, unabhängig von Geschlecht oder Familienmodell.

Typische Kosten und praktische Aspekte

Die Gesamtkosten liegen meist im hohen fünfstelligen bis sechsstelligen Bereich und umfassen medizinische Leistungen, Vergütung der Tragemutter, Agenturkosten und juristische Gebühren.

Eine detaillierte Aufschlüsselung aller Kostenblöcke findest du in unserem Guide Was kostet eine Leihmutterschaft in den USA. Den Ablauf von der ersten Beratung bis zur Anerkennung beschreiben wir auf unserer Seite Leihmutterschaft USA: Ablauf und Anerkennung.

Kanada: Altruistische Optionen mit LGBTQ-freundlichem Rahmen

Rechtliche Situation

In Kanada ist nur altruistische Leihmutterschaft erlaubt. Der Assisted Human Reproduction Act bildet den rechtlichen Rahmen. Vergütet werden dürfen ausschließlich nachweisbare Auslagen der Tragemutter, kommerzielle Zahlungen sind untersagt.

Rechtliche Situation für LGBTQ+-Paare

Kanada gilt als sehr LGBTQ+-freundlich. Gleichgeschlechtliche Paare haben grundsätzlich Zugang zur Leihmutterschaft, Details zur Elternschaft unterscheiden sich jedoch je nach Provinz.

Chancen und Grenzen

Der rechtliche Schutz ist hoch, zugleich können Wartezeiten und die begrenzte Zahl von Tragemüttern herausfordernd sein, weil kommerzielle Vergütung nicht erlaubt ist.

Großbritannien: Altruistische Leihmutterschaft mit rechtlichen Grauzonen

Rechtliche Situation

Altruistische Leihmutterschaft ist erlaubt, kommerzielle Zahlungen sind untersagt. Leihmutterschaftsvereinbarungen sind rechtlich nicht bindend. Die rechtliche Elternschaft wird erst nach der Geburt über eine Parental Order übertragen.

Rechtliche Situation für LGBTQ+-Paare

Gleichgeschlechtliche Paare können eine Parental Order beantragen und als Eltern anerkannt werden. Vor der gerichtlichen Entscheidung besteht jedoch häufig eine Phase rechtlicher Unsicherheit.

Besondere Herausforderungen

Die Kombination aus Werbebeschränkungen, nicht bindenden Vereinbarungen und der späten Festlegung der Elternschaft macht die Planung komplex, auch wenn das System vielen Familien gute Lösungen bietet.

Indien: Starke Einschränkungen und Ausschluss für Ausländerinnen und Ausländer

Rechtliche Situation

Indien hat die zuvor verbreitete kommerzielle Leihmutterschaft für internationale Paare stark eingeschränkt. Heute ist Leihmutterschaft nur noch unter engen Voraussetzungen für bestimmte Gruppen indischer Staatsangehöriger erlaubt.

Situation für LGBTQ+-Paare

LGBTQ+-Paare sind vom Zugang zur Leihmutterschaft ausgeschlossen. Für internationale, gleichgeschlechtliche Paare ist Indien daher keine Option mehr.

Thailand: Vom Hotspot zum stark regulierten Markt

Rechtliche Situation

Nach internationalen Skandalen wurde der Zugang für ausländische Paare stark eingeschränkt. Kommerzielle Leihmutterschaft für Ausländerinnen und Ausländer ist untersagt, Leihmutterschaft ist nur noch in engen Konstellationen innerhalb Thailands möglich.

Situation für LGBTQ+-Paare

Gleichgeschlechtliche Paare haben derzeit faktisch keinen legalen Zugang zur Leihmutterschaft in Thailand.

Italien: Strenges Verbot mit extraterritorialen Sanktionen

Rechtliche Situation

In Italien ist Leihmutterschaft verboten. Gesetzesverschärfungen ermöglichen es zudem, italienische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu bestrafen, wenn sie im Ausland eine Leihmutterschaft in Anspruch nehmen. Damit gehört Italien zu den restriktivsten Ländern weltweit.

Situation für LGBTQ+-Paare

Für Regenbogenfamilien ist die Situation besonders schwierig, weil neben dem Verbot der Leihmutterschaft auch die Anerkennung von im Ausland geborenen Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern problematisch sein kann.

Griechenland: Regulierte, aber eingeschränkte Optionen

Rechtliche Situation

Griechenland erlaubt gestationelle, altruistische Leihmutterschaft unter strengen Voraussetzungen. Eine gerichtliche Genehmigung ist vor dem Embryotransfer erforderlich, die Tragemutter darf nicht ihre eigenen Eizellen verwenden. Aktuelle Reformpläne und politische Debatten führen zusätzlich zu Unsicherheiten.

Situation für LGBTQ+-Paare

Der Zugang ist im Wesentlichen auf heterosexuelle Paare und alleinstehende Frauen beschränkt. Männliche gleichgeschlechtliche Paare haben nach derzeitigen Ankündigungen keinen regulären Zugang zu Leihmutterschaft in Griechenland.

Ukraine: Kommerzielle Leihmutterschaft mit erhöhten Risiken

Rechtliche Situation

Die Ukraine war lange ein wichtiges Ziel für internationale Leihmutterschaft, weil kommerzielle Modelle erlaubt sind und Wunscheltern als rechtliche Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen werden können.

Aktuelle Risiken

Durch den Krieg haben sich Risiken deutlich erhöht. Grenzschließungen, Sicherheitslage und organisatorische Probleme können zu erheblichen Unsicherheiten für Kinder, Tragemütter und Wunscheltern führen.

Situation für LGBTQ+-Paare

Der Zugang ist auf verheiratete heterosexuelle Paare beschränkt. Für gleichgeschlechtliche Paare ist die Ukraine keine reguläre Option.

Kolumbien: Wachsende Programme für internationale und LGBTQ+-Paare

Rechtliche Situation

Nach aktuellen Berichten ist Leihmutterschaft in Kolumbien rechtlich möglich. Das Verbot von Diskriminierung im kolumbianischen Recht wird oft so interpretiert, dass auch alleinstehende und gleichgeschlechtliche Wunscheltern nicht ausgeschlossen werden dürfen.

Situation für LGBTQ+-Paare

Einige Agenturen bewerben Kolumbien ausdrücklich als Option für schwule Paare. Gleichzeitig zeigen Erfahrungsberichte, dass die Praxis und die Qualität der Programme stark variieren können. Eine sorgfältige Prüfung von Verträgen, medizinischen Standards und rechtlicher Begleitung ist hier besonders wichtig.

Chancen und Risiken

Kolumbien wird oft als kostengünstigere Alternative zu den USA dargestellt. Gleichzeitig gibt es Berichte über Verzögerungen, Unklarheiten in der Kommunikation und Unterschiede in der gerichtlichen Praxis. Für viele Paare ist Kolumbien daher eine Option, die nur mit sehr sorgfältiger Due Diligence in Frage kommt.

Mexiko: Unterschiedliche Modelle je nach Bundesstaat

Rechtliche Situation

In Mexiko wird Leihmutterschaft auf Ebene der Bundesstaaten geregelt. Nach Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs gilt Leihmutterschaft als medizinische Leistung, die nicht pauschal bestimmten Personengruppen vorenthalten werden darf. Praktisch existieren jedoch sehr unterschiedliche Regelungen und Programme.

Situation für LGBTQ+-Paare

Einzelne Bundesstaaten und Programme öffnen sich auch für internationale und LGBTQ+-Paare, andere schränken den Zugang stark ein. Es ist deshalb entscheidend, genau zu prüfen, welche Regeln im jeweiligen Bundesstaat gelten und wie Gerichte dort mit internationalen Fällen umgehen.

Chancen und Risiken

Häufig werden die niedrigeren Kosten im Vergleich zu den USA hervorgehoben. Gleichzeitig ist die Rechtslage weniger einheitlich, und die Verbindung zum Heimatrecht (zum Beispiel Deutschland) kann komplex sein. Wer Mexiko als Option prüft, sollte sich unbedingt durch unabhängige Fachkanzleien beraten lassen.

Anerkennung und Staatsbürgerschaft bei internationaler Leihmutterschaft

Bei grenzüberschreitenden Fällen ist nicht nur das Recht des Geburtslandes relevant, sondern auch das Recht des Heimatlandes. Besonders wichtig sind:

  • die Anerkennung der ausländischen Gerichtsentscheidung oder Geburtsurkunde
  • die Frage, wer nach dem Heimatrecht als rechtliche Eltern gilt
  • ob und wie das Kind die Staatsbürgerschaft der Eltern erhält

Für Deutschland bedeutet das häufig zusätzliche Verfahren wie Stiefkindadoption oder Anerkennung ausländischer Entscheidungen. Auf unserer Seite Leihmutterschaft USA: Ablauf und Anerkennung gehen wir auf diese Schritte detaillierter ein.

Internationale Abkommen und Regulierung

Weil Staaten sehr unterschiedlich mit Leihmutterschaft umgehen, entstehen Rechtslücken und Grauzonen. Internationale Institutionen arbeiten deshalb an Mindeststandards und Verfahren zur Anerkennung von Elternschaft.

  • Haager Konferenz für Internationales Privatrecht (HCCH): arbeitet an Instrumenten zur Anerkennung ausländischer Entscheidungen über Elternschaft, mit Fokus auf Kindeswohl und Vermeidung von Kinderhandel.
  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR): betont in mehreren Urteilen das Recht des Kindes auf eine gesicherte rechtliche Eltern Kind Beziehung, unabhängig von der Art der Zeugung.
  • UN-Gremien und Kinderrechtsausschuss: befassen sich mit Risiken von Ausbeutung und fordern Staaten auf, Kinder aus Leihmutterschaften wirksam zu schützen.

LGBTQ-spezifische Herausforderungen

Für LGBTQ+-Paare kommen zu den allgemeinen Hürden oft zusätzliche Fragen hinzu:

  • In manchen Ländern sind gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich von Leihmutterschaft ausgeschlossen.
  • Manchmal wird nur ein Elternteil, zum Beispiel der genetische Vater, anerkannt, der zweite Elternteil muss nachträglich Elternrechte erwerben.
  • Einige Agenturen werben mit Schlupflöchern oder de facto illegalen Modellen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, weil am Ende oft Kinder und Tragemütter die Konsequenzen tragen.

Für uns war klar, dass wir nur in einem Setting starten, in dem der Prozess transparent geregelt ist und alle Beteiligten geschützt sind.

Ethische und menschenrechtliche Aspekte

Die Debatte um Leihmutterschaft dreht sich häufig um die Balance zwischen reproduktiver Selbstbestimmung und Schutz vor Ausbeutung. Typische Themen sind:

  • Wirtschaftliche Abhängigkeit: In einigen Ländern stammen Tragemütter aus prekären Verhältnissen, was Fragen nach Freiwilligkeit und fairer Vergütung aufwirft.
  • Kommerzialisierung von Schwangerschaft: Kritikerinnen und Kritiker warnen davor, Schwangerschaft und Kinder wie Waren zu behandeln.
  • Rechte der Tragemütter: Entscheidend sind umfassende Aufklärung, unabhängige Beratung und medizinische Versorgung vor, während und nach der Schwangerschaft.
  • Kindeswohl: Langfristige Stabilität, Transparenz über die eigene Herkunft und rechtliche Sicherheit sind zentrale Kriterien für ein kindgerechtes System.

Viele Länder setzen deshalb auf strenge Regularien, verpflichtende Beratung und klare Vertragsstrukturen, um alle Beteiligten so gut wie möglich zu schützen.

Unsere Entscheidung für Kalifornien

Nach intensiver Recherche und Gesprächen mit anderen Familien haben wir uns bewusst für Kalifornien entschieden. Ausschlaggebend waren für uns:

  • klare Regeln und Pre-Birth Orders
  • die Möglichkeit, von Anfang an als Eltern anerkannt zu werden
  • LGBTQ+-inklusiver Zugang und hohe gesellschaftliche Akzeptanz
  • ein transparenter Prozess vom Matching bis zur Anerkennung in Deutschland
  • ein starker Fokus auf das Wohl von Kind und Tragemutter

Auch wenn die Kosten höher sind als in anderen Ländern, überwog für uns das Gefühl von Sicherheit, Fairness und Transparenz, besonders mit Blick auf unser zukünftiges Kind und unsere Tragemutter.

Wenn du in einer ähnlichen Situation bist und Orientierung brauchst, kannst du dich gern für ein unverbindliches Erstgespräch zu unserem Papaarade Coaching für werdende Eltern melden.

FAQ: Leihmutterschaft weltweit im Überblick

In welchen Ländern ist Leihmutterschaft für schwule Paare möglich?

Nach aktuellem Stand gibt es nur wenige Länder, in denen Leihmutterschaft rechtlich möglich ist und gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich nicht ausgeschlossen werden. Dazu gehören einzelne Bundesstaaten in den USA, besonders Kalifornien, sowie Programme in Ländern wie Kolumbien und teilweise Mexiko. Die rechtliche und praktische Situation kann sich jedoch ändern, deshalb ist eine individuelle Rechtsberatung unverzichtbar.

Welche Länder verbieten Leihmutterschaft komplett?

In mehreren europäischen Ländern ist Leihmutterschaft verboten, zum Beispiel in Deutschland und Italien. In Italien drohen zusätzlich Sanktionen, wenn italienische Staatsangehörige im Ausland Leihmutterschaft nutzen. Auch andere Länder haben sehr strenge Verbote oder faktische Hürden, die Leihmutterschaft praktisch unmöglich machen.

Welches Land ist am sichersten für Leihmutterschaft aus deutscher Sicht?

„Sicherheit“ hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von der rechtlichen Anerkennung, der medizinischen Versorgung, der Absicherung der Tragemutter, der politischen Stabilität und der Verbindung zum deutschen Recht. Viele Paare entscheiden sich deshalb für klar regulierte Modelle in Staaten wie Kalifornien oder für altruistische Systeme wie in Kanada. Andere Länder können im Einzelfall in Frage kommen, erfordern aber eine sehr sorgfältige Prüfung.

Wie finde ich eine seriöse Agentur oder Klinik im Ausland?

Ein wichtiger Schritt ist, mehrere unabhängige Quellen zu nutzen, Erfahrungsberichte kritisch zu lesen und immer eigene Verträge von spezialisierten Anwältinnen und Anwälten prüfen zu lassen. Programme, die mit unrealistischen „Garantien“ oder sehr niedrigen Paketpreisen werben, solltest du besonders kritisch hinterfragen.

Mehr dazu in unserem Podcast

In unserem Podcast sprechen wir ausführlich über unsere Entscheidung, die Suche nach der passenden Tragemutter, die rechtlichen Fragen und die ethischen Überlegungen, die uns auf dem Weg begleitet haben.

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